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Wie funktioniert der Rabattschutz in der KFZ Versicherung?

Rabatt-RetterRabatte helfen dabei, den Schutz einer Autoversicherung preiswerter zu gestalten.Einer der wichtigsten Rabatte, der für sämtliche Versicherungsnehmer angerechnet wird, ist der in einem gestaffelten System angerechnete Schadenfreiheitsrabatt.

Mit jedem schadenfreien Jahr findet eine Hochstufung in die nächsthöhere Schadenfreiheitsklasse statt, was über die Jahre hinweg zu einer prozentualen Absenkung des Beitrags führt. Kommt es zu einer Schadensmeldung und die KFZ Versicherung muss die Kosten des Schadens übernehmen, findet eine Abstufung des Versicherten statt, so dass der Rabatt reduziert wird und die Beiträge steigen.

Eine Tabelle über die Prozente der schadenfreie Jahre finden Sie hier.
Übersicht der SF-Klassen

Um dies zu verhindern, vertrauen verschiedene Autoversicherungen auf einen Rabattschutz, der in unterschiedlichen Varianten angeboten wird.

Das müssen Sie wissen…

  • Beim Wechsel zu einer anderen KFZ Versicherung verfällt der Rabatt. Sie fangen also bei einer neuen Versicherung wieder von vorn an und fallen in Ihre alte Schadenfreiheitsklasse.
  • Damit Sie nicht schlechter eingestuft werden, können Sie die Option Rabattschutz/Rabattretter wählen. Mit dieser Option haben Sie mindestens einen Schaden pro Jahr frei.
  • Rabattsschutz ist nicht billig rechnet sich aber oft auf lange Sicht gesehen.
  • Wenn Sie öfter kleine Unfälle haben und sich schon in einem günstigen Tarif befinden, kann der Rabattschutz auf jeden Fall Sinn machen.
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Wie der Rabattschutz in der KFZ Versicherung funktioniert

Unabhängig von der Umsetzung des Rabattschutzes ist das Grundprinzip stets das gleiche: Der Versicherte zahlt gegenüber dem regulären Jahresbeitrag etwas mehr Geld an seinen Versicherer und erhält hierdurch die Sicherheit, dass sein Schadenfreiheitsrabatt nach einer Schadensübernahme nicht verändert wird.

Durch die Regelung hat er die Sicherheit, ab dem nächsten Versicherungsjahr in eine bessere Schadenfreiheitsklasse eingestuft zu werden, was zu einer Beitragssenkung führt. Gerade bei Einstufung in eine niedrige SF-Klasse ergibt dies Sinn, da sich hier die Reduktion des Schadenfreiheitsrabatts besonders stark auswirkt.

Leider bieten die Versicherer nicht von Anfang an den Rabattschutz, häufig muss zur Nutzung der Regelung erst eine bestimmte Schadenfreiheitsklasse erreicht werden.

Welche Formen des Rabattschutzes es gibt

Die gängigste Variante wird von vielen Versicherungen als Rabattretter bezeichnet. Die anbietende Versicherung stellt feste Regeln auf, wie dieser Rabattretter funktioniert und in welchem Umfang er einen Schutz des Schadenfreiheitsrabatts darstellt. Konkret überprüft die Versicherung bei einem gemeldeten Schadensfall, in welcher aktuellen SF-Klasse sich der Versicherte befindet und wann es zum letzten Mal zu einer Schadensregulation kam.

Liegt diese lange genug zurück oder fand bislang gar nicht statt, wird der Rabattretter angerechnet. Er kann als „Freischuss“ verstanden werden, bei dem die Autoversicherung den Schaden reguliert und die vorliegende Schadenfreiheitsklasse unverändert lässt.

Abwandlungen des Prinzips zeigen sich vor allem durch die Häufigkeit, den Rabattretter in Anspruch zu nehmen oder die Zeitspanne, die zwischen zwei Schadensmeldungen vergehen darf. Aus verständlichen Gründen lässt es kein Autoversicherer zu, dass zweimal oder noch häufiger im Jahr auf den Rabattschutz zurückgegriffen werden kann, meist müssen drei bis fünf Jahre zwischen der erneuten Nutzung dieser Tarifoption vergehen.

Zu beachten sind außerdem Unterschiede zwischen der Haftpflicht- und Kaskoversicherung, bei denen getrennt voneinander einer Rabattschutz angerechnet werden kann. Letztlich gibt es keine einheitliche Regelung, ab welcher erreichten Schadenfreiheitsklasse der Versicherte überhaupt einen Rabattretter anbietet.

Weitere Informationen zum Rabattschutz

Da jede Versicherung eine eigene Regelung verfolgt, kann es zu Problemen beim Versicherungswechsel kommen. Kommt in einem Jahr der Rabattretter der Versicherung zum Einsatz, bedeutet dies nicht, dass dieser beim Versicherungswechsel auch der neuen Versicherung mitgeteilt wird.

Die Gefahr einer Beitragserhöhung durch die Abstufung der SF-Klasse ist gegeben und wird beim Wechsel der Autoversicherung häufig übersehen. Bevor Sie sich voreilig für eine Kündigung und den Wechsel des Versicherers entscheiden, lohnt die Nachfrage bei der alten Versicherung, welche Schadenfreiheitsklassen in der Haftpflicht- und Kaskoversicherung an den neuen Versicherer übermittelt werden.

Natürlich gilt es vor dem Abschluss einer Autoversicherung zu prüfen, ob die ausgewählte Versicherung einen Rabattschutz anbietet. Da dieser als Service der Versicherung mit einem etwas höheren Beitrag verbunden ist, muss er nicht zwangsläufig für alle Versicherungsnehmer interessant sein. Wer beispielsweise hohe Selbstbeteiligungen vereinbart hat und nur selten mit seinem Fahrzeug unterwegs ist, wird auf die Tarifoption oftmals verzichten können.

Über einen Versicherungsvergleich lässt sich einfach herausfinden, wie einzelne Versicherer ihren Rabattschutz gestalten und mit welchen Zusatzkosten dieses Entgegenkommen verbunden ist. Am einfachsten ist diese Analyse über einen Tarifrechner im Internet möglich, den unsere Webseite bereitstellt und Ihnen einen umfassenden Überblick über sämtliche Autoversicherungstarife ermöglicht!