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Radarfalle geblitzt worden: Was soll ich jetzt gegen Bußgeld tun?

Radarfalle BlitzerKein Autofahrer wird gerne geblitzt. Neben einem saftigen Bußgeld und den Punkten in Flensburg droht ein Fahrverbot, beispielsweise wenn eine überfahrene Ampel länger als eine Sekunde rot war. Circa jeder zweite Bußgeldbescheid, der in Deutschland an Verkehrssünder versendet wird, verfügt über sachliche oder formale Fehler.

Für den Betroffenen ist es oft sinnvoll, einen zugestellten Bescheid prüfen zu lassen und sich eventuell mit anwaltlicher Hilfe gegen das Bußgeld zu wehren. Hierbei sollten Ihre Bemühungen in Relation zur Höhe des Bußgeldes stehen.

Die ersten Schritt gegen den Bußgeldbescheid

Wenn Sie geblitzt worden sind, warten Sie zunächst die Zustellung des Bescheides ab. Umstände wie eine schlechte Bildqualität, die den Fahrer nicht eindeutig identifizieren lässt, sorgt manchmal für eine Verschonung des Verkehrssünders. Ist der Bescheid zugestellt worden, prüfen Sie alle Daten sorgfältig. Ist der Fahrer auf dem Foto eindeutig zu erkennen? Handelt es sich überhaupt um Ihr Fahrzeug und Ihr Kennzeichen?

Waren Sie oder ein Ihnen bekannter Fahrer zu diese Zeitpunkt mit dem Auto unterwegs? Nicht selten sorgen solche elementaren Fehler dafür, dass der Bußgeldbescheid ungültig wird.

Aktuelle Bußgelder aus dem Bußgeldkatalog finden Sie hier:
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Falls Sie entsprechende Zweifel haben oder sich grundsätzlich gegen den Bescheid wehren möchten, ist der Weg zum Anwalt unverzichtbar. Fehler rund um den Bescheid lassen sich nur durch eine Akteneinsicht bei der zuständigen Behörde feststellen, diese wird allerdings nur Rechtsanwälten gewährt. Überlegen Sie deshalb genau, ob der juristische Beistand finanziell lohnt und um Verhältnis zu Bußgeld und Fahrverbot steht.

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Mit anwaltlicher Hilfe gegen das Bußgeld vorgehen

Vor der Betreuung durch einen Rechtsanwalt können Sie den Bußgeldbescheid auch bei einem seriösen Rechtsportal online einreichen. Plattformen wie Geblitzt.de bieten diesen Service kostenlos und prüfen, ob es grundlegende Fehler und Mängel im Bescheid gibt. Falls dieser korrekt ist, können Sie nur noch auf die juristischen Mittel hoffen. Durch die Akteneinsicht zeigen sich vielleicht Ungereimtheiten, die zu Ihren Gunsten ausgelegt werden können.

Viele Blitzer verfügen außerdem nicht über einen gültigen Eichschein, obwohl die Geräte regelmäßig zu eichen sind.

Falls technisch und sachlich alles korrekt war, können Sie nur noch auf die Argumentation Ihres Anwaltes hoffen. Vielleicht waren Sie in einer unbekannten Region unterwegs und haben sich mit Ihrer Geschwindigkeit dem fließenden Verkehr angepasst? Vielleicht haben Sie eine rote Ampel durch den Mietzieheffekt überfahren, da Fahrzeuge in der benachbarten Fahrspur grünes Licht hatten.

Je nach Begründung und einem glaubhaften Vertreten Ihres Standpunktes lässt sich in manchen Fällen um das Bußgeld herumkommen.

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Richtiges Verhalten in persönlichen Kontrollen

Polizei VerkehrskontrolleNeben Blitzen in Fahrzeugen oder als fest installierte Geräte drohen Bußgelder nach einer persönlichen Fahrzeugüberprüfung. Falls Sie in eine solche Situation kommen, bleiben Sie ruhig und äußern Sie sich nicht zum Sachverhalt. Im Nachhinein haben Sie immer noch die Möglichkeit, gegen den Bußgeldbescheid vorzugehen.

Ein aggressives Verhalten gegen den Beamten wird Ihnen nicht zum Vorteil ausgelegt und senkt Ihre Glaubwürdigkeit vor dem Verkehrsgericht oder anderen Behörden. Bleiben Sie deshalb gelassen und behalten Sie im Hinterkopf, dass Sie weiterhin gegen das Bußgeld vorgehen können. Zahlen Sie deshalb das Bußgeld auch nicht direkt in der Schadenssituation.

Sie wurden schon einmal von der Polizei kontrolliert oder auch geblitzt und sind erfolgreich gegen den Bußgeldbescheid vor gegangen?
Schreiben Sie in die Kommentare Ihre Erfahrungen.

Fotocredits: Fotolia – Medienhaus Nuernberg, Gerhard Seybert

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3 comments

  1. Mich haben Sie auch schon einmal geblitzt. Zum Glück hatte ich eine gute Rechtsschutzversicherung und ich konnte die ganze Sache zusammen mit meinem Anwalt klären.

    Das Ende vom Lied, ich musste nicht zahlen, weil man das Foto nicht eindeutig identifizieren konnte. Der Richter konnte also nicht zu 100% sagen, das ich gefahren bin. Es lohnt sich also manchmal dagegen vorzugehen.

  2. Rußpartikelfilter Doktor

    Die meisten Leute nehmen so ein teures Foto einfach hin, sicher kann man das machen sofern keine Punkte im Spiel sind. Aus Erfahrung kann ich sagen das es sich lohnt dagegen vorzugehen, gerade wer an seinen Führerschein gebunden ist sollte sich einen guten Anwalt suchen!

    Grüße

  3. Ja ich kann die Vorkommentatoren bestätigen, bin selber schon dagegen vorgegangen und hatte Erfolg. Fahrtenbuch muss ich bis jetzt ebenfalls noch nicht führen. Das macht schon oft Sinn seine Rechte zu kennen. Kann ich jedem empfehlen.

    Schöne Grüße,
    Martin

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